Der so ziemlich beste Homemade Hähnchen -„Döner“ der Welt

Huch, ein Rezept im Blog? Da muss ja irgendwas passiert sein! Tatsächlich gelang mir gestern eine bemerkenswerte Hähnchen-„Döner“-Adaption. Problem bisher: ohne Drehspieße ist es eigentlich immer nur kurzgebratenes Pfannengeschnetzeltes, so ein Heimarbeits-„Döner“. Beim Hähnchen-Döner-Geschnetz kommt erschwerend hinzu, dass so ein Huhn, will man denn ein Ganzes verwerten und nicht nur Brustfleisch, zwei im Gar-Grad sehr unterschiedliche Fleischstücke hat, Brust und Keule sollte man getrennt Aufmerksamkeit schenken.

Die Lösung: ich hab ein gutes Hähnchen gekauft und ausgelöst. Sämtliche Haut vom Hähnchen abgezogen, auch von den Brüsten, nur die Keulen und Flügel behalten ihre Hautschicht. Brustfleisch schnetzeln und dann mit 2-3 gehäuften Messerspitzen Natron („Baking Soda“) und 1 TL Olivenöl vermengen. Das kann und darf jetzt abgedeckt im Kühlschrank 1-2 Stunden oder den ganzen Tag marinieren. Dabei stellt sich der Fleisch-erweichende Effekt ein, den man vom Hühnerfleisch im Asia-Restaurant kennt – das Fleisch ist auch nach dem Garen von sehr interessanter, zarter Konsistenz. Das funktioniert übrigens mit jeder Art von Fleisch und kann durch Zugaben von etwas Sojasauce oder Aananssaft noch unterstützt werden. Für mein Dönerfleisch habe ich noch eine halbe Knoblauchzehe feinwürfelig mitziehen lassen.

Aus der Hähnchencarcasse lässt sich mit etwas Gemüse noch eine leichte Hühnerbrühe zusammensimmern. So. Jetzt gehts los.

Die Keulen und Flügel mit reichlich Salz und etwas Olivenöl in den 200 Grad heißen Ofen schieben und 30-35 Minuten garen.

Während Keulen und Flügel im Ofen garen, die gesammelten Hühnerhäute in einem beschichteten Topf oder in einer Pfanne auslassen, d.h. ohne weitere Fettzugabe erwärmen und dann im austretenden, eigenen Fett so lange simmern lassen, bis reichlich Fett ausgetreten und knusprige Hautkrusteln entstanden sind. In diesem Fett braten wir später unser Hühnerfleisch!

Die gegarte Keulen und Flügel rausnehmen ausnehmen und etwas abkühlen lassen, dann das Fleisch und die knusprige Haut von den Knochen schneiden und mundgerecht stückeln. Sonst noch: Zwiebelchen nach Gusto pellen und in Streifen oder Spalten schneiden. Etwas jungen Knoblauch nach Geschmack, in feine Streifen schneiden oder hacken.

Hühnerfett in einer Pfanne erhitzen, die Zwiebeln mit dem marinierten Brustfleisch darin hellbraun anbraten. Jetzt das Keulenfleisch und die ausgelassenen Hautkrusteln mit zugeben und noch 2-3 Minuten braten. Mit Salz und Piment D’Espelette würzen, Pullbiber geht auch, oder frische Chili. Überhaupt: man kann das Hähnchenfleisch noch zusätzlich würzen: mit Oregano, Ras El Hanout, Prise Curry, frischer schwarzer Pfeffer- Geschmacksache, ich habs pur gelassen – Hähnchengeschmack galore!

Dazu habe ich Paprika-Bulgur gemacht, mit gebratenen Zucchini und roter Langpaprika, Krautsalat mit Rosinen (aus meinem Kochbuch „Open Air“) und mildes Tzaziki. Hähnchen-„Döner“-Excellent!

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