Herrengedeck statt Reinheitsgebot! Irish Whiskey meets Craft Beer

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Den Tag des Bieres am Samstag und die damit verbundenen „Feierlichkeiten“ zu „500 Jahre Reinheitsgebot“ durfte ich konsequent schon einen Tag früher und bei Craftbeer und Whiskey verbringen. Dabei wäre das mit dem Reinheitsgebot so einfach: künftig reine Natur in die Flaschen und gut ist. Etwas differenzierter sieht das Peter Eichhorn fürs Mixology-Magazin, es ergeht allerhöchste Leseempfehlung für seinen Artikel „Die reine Warheit? 500 Jahre Reinheitsgebot“.

Doch ich schweife ab, am Freitag also trafen sich bereits um 16:00 Uhr engagierte BartenderInnnen und JournalistInnnen in der Brooklyn Burger Bar in Hamburg, um auf Einladung von Tullamore D.E.W (triple distilled, triple blend Irish whiskey) konzentriert und unter persönlichem Einsatz an den Gläsern, eine in die Jahre gekommene Tradition wiederzubeleben: das Herrengedeck! Und zwar mit Craftbeer und Whiskey.

Anlass war die Vorstellung des neuen 14 Year Old Single Malt und Global Brand Ambassador John Quinn, war eigens angereist um höchst launig in die Geschichte der Tullamore D.E.W. Destille und Brenner-Legende Daniel Edmond Williams einzuführen, der 1862, mit 14 Jahren, in der Destille zu arbeiten began („Today we hire only 15 year old boys, they work much more efficient“). Weil der Heimweg zu lange war, lebte und schlief D.E.W. auch in der Destille und kannte bald jeden Winkel, jeden Arbeitsprozess. 11 Jahre später, mit 25, war Daniel E. Williams Brennmeister, Hauptgeschäftsführer und Chef von 200 Mitarbeitern.

Beim anschließenden Whiskey-Tasting zeigte sich mal wieder: gerade bei komplexen Spirituosen bringt es wenig, hier und da mal ein Schlückchen zu nehmen, da und dort ein Gässchen zu bestellen – erst in der parallelen Vergleichsverkostung entfalten die Spirituosen ihren Nuancen und geschmacklichen Feinheiten deutlich. Das macht geführte Tastings so wertvoll.

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Zeit für ein schönes Bier! Das kam an diesem Nachmittag aus Berlin und zwar von Michael Lembke, Braumeister des Berliner Craft Beers BRLO. Zwei Jahre gibt es BRLO, die gerade an einer eigenen Brauerei bauen, in unserem gemeinsamen Craft Beer Kochbuch (Christian Brandstätter Verlag 2015) haben Torsten Goffin und Fotografin Daniela Haug das sympathische Brau-Projekt portraitiert. Persönlich bin ich Fan vom BRLO Pale Ale und ich mag das neue Weisse Bier der Brauer sehr – ja, ist Geschmackssache, herrlich frische Säure, toll für den Sommer!

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Beim „Herrengedeck“ – Tasting machte dann allerding das ebenfalls empfehlenswerte BRLO Porter überwiegend das Rennen, ein Bier wie gemacht als Begleiter zu einem guten Schluck Whiskey, sehr harmonische Kombination, ganz besonders mit dem Tullamore D.E.W. 14 Single Malt.

Diskutiert wurde das anschließend noch bei ein paar wirklich fabelhaften Burgern, wenn Sie mal in der Innenstadt sind: die Brooklyn Burger Bar ist gleich um die Ecke! Das Dew & Brew war ein großer Spaß und ein Genuß, der die alte Erkenntnis brachte, dass Excellence immer gut zusammen geht.

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