Würzen und Wirken: Das Gewürzprojekt

Das Gewürzprojekt

Alles begann mit einer Gewürzbox, die der Deutsche Entwicklungshelfer Bernd Singendonk als Lehrmittel für indische Schüler einsetzte – die Initialzündung für den außergewöhnlichen Onlineshop Das Gewürzprojekt. Seit vier Jahren bietet das Gewürzprojekt Tees und Gewürze aus Indien, Afrika und Thailand an, fair gehandelt, direkt beim Erzeuger erworben. Alle Gewürze sind organisch angebaut, Überdüngung und Raubbau an der Natur werden strikt vermieden.

Das ist noch nicht alles. Das Gewürzprojekt-Team leitet 10 % aller Umsätze direkt als Spende an die Hilfsorganisation Ärzte für die Dritte Welt weiter. Auf dem Gewürzprojekt-Portal findet sich umfangreiches Informationsmaterial zu allen Projekten, die mit jedem Verkauf über das Portal unterstütz werden, dazu Kochrezepte und Gewürzkunden.

Einen Schwerpunkt des Angebotes bilden immer noch die Gewürzkästen, die einst zur Gründung des sozialen Unternehmens führten. In verschiedenen Blechboxen finden sich Sammlungen landestypischer Gewürze aus Indien, Thailand und Afrika in runden Blechdöschen mit Sichtfenster.

Die jeweils 11-19 Miniaturdöschen sind wirklich winzig. Wenn ich aber daran denke, wie lange so manches Spezialgewürz über Jahre hinweg in meinem Gewürzschrank von links nach rechts geschoben wird, macht die kleine Portionierung großen Sinn. Zudem enthalten die kleinen Döschen genau die richtigen Mengen zum Entdecken und Ausprobieren der verschiedensten Gewürze in einigen Gerichten. Die Gewürze selbst sind von hoher Qualität, in meiner Box fand sich beispielsweise prallkörniger Koriander, wirklich grüne Fenchelsamen, duftende Safranfäden, intensiv riechender Gelbwurz…

Den exotischen Küchenbaukästen sind liebevoll gestaltete Hefte beigelegt, die mit vielen Rezepten und Fotos Land und Gewürze näher bringen und zum Ausprobieren anregen. Mir hat mein Masala Mahal Kasten gut gefallen und ich glaube dass die exotischen Gewürzboxen auch und besonders jungen Koch-Novizen Spaß machen. Ein schönes Weihnachtsgeschenk für kulinarisch interessierte Jugendliche und Erwachsene.

Links:

Das Gewürzprojekt

Ärzte für die Dritte Welt

  1. Schöne Sache, hab ich gleich mal zwei Packungen für Weihnachten bestellt.

    Und hier noch ein Tipp aus der Heimwerker-Hobbythek: Wenn Ihnen der Pfeffer in den Gewürzmischungen zu viel ist, dann füllen Sie den Rest einfach in einen dünnen Cellophanbeutel, binden ihn oben gut zu, aber nicht bevor Sie einen dicken Chinaböller bis zur Hälfte in die Tüte gesteckt haben. Nun können Sie den Chinaböller anzünden und die Tüte wahlweise auf Nazis, Polizeibeamte im Schanzenviertel oder andere Opfer werfen = das Tränengas des kleinen Mannes.

    🙂

  2. Pardon, Herr Paulsen, nichts liegt mir ferner als in anderer Leute Blogs Kummer zu verbreiten, doch schon der kleine Smiley sollte ja andeuten, dass diese Idee nicht wirklich ernst gemeint war.

  3. Vielen lieben Dank für diesen Tipp. Ich habe gleich am Montag 2 Packungen bestellt und heute schon geliefert bekommen. Damit habe ich endlich die ersten Weihnachtsgeschenke!

    Liebe Grüße, Julia

  4. “Alle Gewürze sind organisch angebaut”

    Ist das jetzt eine schlechte Übersetzung des englischen “organic” (biologisch)? Eigentlich werden Pflanzen eher anorganisch angebaut und benötigen Wasser, Mineralien, Stickstoffverbindungen, CO2, O2 etc.

    Wenn’s Bioware sein soll, fehlt ein Hinweis auf eine entsprechende Ökokontrollstelle.

    Und der Verpackungsaufwand mag vielleicht nett aussehen, aber ökologisch sinnvoll ist was anderes.
    Beispielsweise 83g Gewürze für 20 Euro ist doch mal kräftig zugelangt. Im Asiashop bekommt man das meiste ebenfalls, zu einem Bruchteil des Preises bzw. für 20 Euro dann entsprechend große Mengen.
    Irgendwie ein Angebot für Lohas, Verpackungsfanatiker u.ä.

  5. Da haben Sie Recht die Bezeichnung ist eher irritierend, ich werde diesbezüglich nochmal beim Gewürzprojekt nachhaken.

    Was allerdings den Preis betrifft, da möchte ich Ihnen widersprechen. Natürlich gibt es alles immer billiger und in größeren Mengen, das ist auch was die meisten Verbraucher sich wünschen: viel und billig. Das ist aber nicht immer gut und schön und wird auch nicht immer allen gerecht.

    Das Gewürzprojekt arbeitet vor Ort mit den Produzenten, achtet auf Qualität und Nachhaltigkeit. Zusätzlich kommen zehn Prozent der Einnahmen Ärzten für die dritte Welt zugute. Der Verbraucher erhält exotische Gewürze bester Qualität, in einer Menge die in einem normalen Kochhaushalt zum Ausprobieren für ein paar Gerichte reicht und nicht etwas als Großpackung die im Gewürzschrank jahrelang Mehlmotten anzieht. Dazu ein kleines, liebevoll gestaltetes Kochbuch, in einer schönen Box und wiederverwendbare Gewürzschatullen. Ich sehe da wirklich an keiner Stelle ein Preisproblem.

  6. Der Einwand ist berechtigt. Korrekt müsste es organisch biologischer Anbau bzw. biologischer Anbau heißen. Die Formulierung organischer Anbau ist durchaus gängig geworden und bezieht sich auf Anbau und Verarbeitung der Gewürze und Tees.
    Jede unserer Lieferungen wird von “down to earth” einer in Indien beheimateten unabhängigen Zertifizierungsstelle getestet. Damit bekommen wir von jedem Gewürz und jedem Tee für jede Sendung die Gewissheit das biologisch angebaut wurde.
    Die Qualität der Produkte steht für uns an erster Stelle in unserem Bestreben soziale Hilfe mit marktwirtschaftlichen Mitteln zu organisieren.

  7. Ein sehr schönes Projekt, das hier vorgestellt wurde. Abgesehen davon, dass man so etwas unterstützen soll, werde ich schon alleine wegen “prallkörniger Koriander” sofort eine Bestellung dort aufgeben. Meine letzten Korianderkörnereinkäufe waren leider ziemlich enttäuschend…

  8. Muss auch sagen, ist eine tolle Aktion mit dem Gewürzprojekt. Es hilft notleidenden Menschen und dabei sollte man immer mitmachen! Die Gewürzbox sieht auch noch sehr gut aus. Eine echt tolle Geschenkidee gerade jetzt zu Weihnachten. Super Projekt. Weihnachtliche Grüße

  9. Das Projekt gibt es scheinbar nicht mehr, zumindest nicht unter der verlinkten Internetadresse – finde ich sehr schade.
    Ich finde nicht gut, dass die Adresse auf einen bekannten Hersteller für Salz- und Pfeffermühlen umgeleitet wird. Den Beitrag würde ich nicht löschen, aber einen kurzen Hinweis darauf geben, dass das Projekt (wahrscheinlich) eingestellt wurde und den Link entfernen.
    Beste Grüße aus Wien
    Andreas

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