Nachdem wir zur Auftaktfahrt unseres Europe Roundtrip in der ersten Etappe vier Länder bereisten, lag zum Neustart ein Jahr später die lange Küste Frankreichs vor uns und mir wurde klar: das kann dauern und das wird super!

Für alle, die erst hier Einsteigen: Wir umrunden Europa entlang seiner Küsten und Meeresgrenzen – als Langzeit-Reiseprojekt:
- jeweils 14 Tage im Urlaub, immer in der Vor- oder Nachsaison.
- Mit dem VW-Bus und, mit wenigen Ausnahmen, ohne Vorab-Reservierungen. Unterwegs sind wir flexibel und reservieren von Reisetag zu Reisetag.
- Wir fahren höchstens zwei Stunden am Tag – ist ja Urlaub. Ausnahmen sind die An- und Abreisetage von und nach Hamburg.
- Wir bleiben an jedem Ort zwei bis drei Tage.
- Keine dieser Regeln ist in Stein gemeißelt. Freiheit, Neugier und Flexibilität sind unsere Begleitung.
Schnell stellte sich heraus: Die Idee ist eine Wucht. Man erlebt irre viel und erholt sich trotzdem aktiv. Und ich nehme euch in dieser Serie gern mit: Zum Auftakt die ersten drei Reisen, danach immer wieder, wenn wir unterwegs waren. Dann teile ich Bilder, Erinnerungen, spannende Orte und Genussadressen, die ich euch empfehlen möchte.
Auf geht’s zur zweiten Fahrt – 2024 war das. Und weil die Anreise vom Startpunkt Hamburg schon jetzt eine Strecke ist, haben wir uns für die erste Nacht in Lüttich einquartiert – diesen ersten Stopp reservieren wir einzig wirklich immer, um streßfrei in den Urlaub zu starten.
25.05. Lüttich (Ville de Liège) Region Wallonien in Belgien
Blooma Hotel Liège Centre, Restaurant Yust
Als Zwischenstopp vom Startpunkt Hamburg zum Wiedereinstig und dem Endpunkt der ersten Etappe – dem nördlichsten Zipfel der Normandie – haben wir uns diesmal Lüttich ausgesucht.

Das Blooma Hotel Liège Centre befindet sich in einem ehemaligen Kloster, dessen Architektur das Haus und den Gastgarten mit der Bar Le Chapelle prägt. Ein schönes Haus mit superfreundlichem Service!
Abends besuchen wir das junge Restaurant Pépin, unweit des beeindruckenden Lütticher Bahnhof Guillemins, entworfen vom spanischen Architekten Calatrava. Erst vor Ort stellen wir fest, dass es sich um ein Hotelrestaurant handelt – dort gelingt aber der selbstbestimmte Spagat hin zum lässigen Causal-Fine Dining gut.

Wir freuen uns über Sauerteigbrot mit Kaffeebutter, Maistortilla mit zartem Schweinebauch und Miso-Rote Bete mit Joghurt und Piment d’Espelette.

Der Lachs zergeht pointiert gegart mit Fenchel, wie auch der Kalbsbraten mit Eigelb und Knsuper. Ein süffiges Vergügen die Gnocchi Puttanesca in reichlich guter Sauce, die Short Rib mit geräucherter Blumenkohl und Radicchio ein Gedicht.
26.-28.05 Yport, Frankreich
Hôtel La Sirène, Restaurant La Falaise, La Ferme de 5 Frères, Museum Les Pêrcheries

Anderntags erreichen wir einen dieser magischen Orte, die unsere Reisen immer wieder bereichern: Das pitoreske Hafenstädtchen Yport mit seinem ersten Platz am Haus, dem Hotel La Sirène, direkt am Strand und mit Weitblick.

In den kommenden Tagen werde ich diesen Blick zu den unterschiedlichsten Tageszeiten und Wetterlagen immer wieder fotografieren müssen, man kann sich nicht satt sehen.

Yport selbst ins wunderschön, wir machen einen Gang hinauf und durchs Städtchen und wieder hinunter ans Meer.

Es ist ein bißchen wie ein Mini-Frankreich aus dem Bilderbuch. Dazu die klare Luft, hier kommen wir zur Ruhe, es ist sofort: Urlaub!

Abends freuen wir uns über einen Fensterplatz im Restaurant des Hotels und genießen die einfache, gute Küche dort: in Meerwasser gekochte Meeresschnecken und regionale Lammstelzen mit Gemüse und Kartoffeln.
Bei einer Ausfahrt über kurvige, waldreiche Serpentinen entlang der Küste und dann über die weite, grüne Hochebene der Region erreichen wir den Ort des Heiligen Grals: für mich schlicht der beste Camembert, den ich kenne. La Ferme 5 Frères!

Blöderweise befindet sich die Käserei der fünf Brüder zu diesem Zeitpunkt im Umbau und kann nicht besichtigt werden. Tröstlich ist der Camembert aus dem nahegelegenen Camembert-Verkaufsautomaten. Trotz Kühltasche und Kühlelementen macht der Käse in den folgenden Tagen olfaktorisch durchaus auf sich aufmerksam, auch mein heimlicher Schmuggel in den Frühstücksraum des Hotels fliegt auf! 🙂 Aber: ein großer Genuss!
Abends kehren wir in jenes junge Restaurant ein, das wir beim Spazierengehen entdeckt haben. Lässiges Essen Restaurant La Falaise in Yport, mit Saucisse de Toulouse aus dem Ofen und buttrigem Kartoffelpüree sowie einer groben Leber-Pâté du Chef vorweg.

Für mich ein Stück Jugend – schön, dass die alten Rezepte wiederkommen! Zum Nachtisch ein Coup „La Dame Falaise“: hausgemachtes Vanilleeis mit salzigem Karamell und Crème Chantilly. Sacré Cœur!
28.05. Stürmische Regentage nutzen! Wir entdecken das großartige Musem Les Pêcheries im nahen Städtchen Fécamp. Über mehrere Stockwerke und viele Einzelausstellungen bietet das moderne Museum Einblicke in Fischerei und maritime Kunst durch alle Jahrhunderte.

Hier lerne ich auch, dass Fischerei in der Normandie oft Frauensache war, vom Fang bis zum Verkauf. Gerade auch dann wenn die Männer mal wieder in sinnlosen Kriegen ihr Leben ließen.
Über die Pont de Normandie geht es weiter die Küste entlang zu unserem nächsten Ziel: Trouville!
28.-30.05. Trouville-su-mer, Deauville, Honfleur und Pont-l'Évêque
Hôtel Le Fer à Cheval, Fischmarkt, Bistro Le Central, Bistro Les vapeurs, Fromagerie La Dégustation
Wir checken ein im Hotel Le Fer à Cheval einem entzückenden, sehr französischen Hôtel de charme der Dreisterne Kategorie. Iregdwie habe ich nicht fotografiert, Eindrücke gibts mit dem Link:
Durch Bindfadenregen zum kleinen Fischmarkt entlang der Halle aux Poissons im Zentrum von Trouville. An vielen Ständen kann man sich frischesten Fischfang und Krustentiere aussuchen, die dann einfach zubereitet mit Brot, Mayonnaise und wahlweise Champagner oder Landwein serviert werden.

Die Einkehr im Regen gerät zu einem der schönsten Essen des Jahres, ein Fest der besten Produkte des Meeres unter Planen! Unvergesslich.

Der Hafen von Deauville
Der Regen hat aufgehört, und wir machen einen Spaziergang hinüber ins angrenzende Städtchen Deauville. In der Boulangerie Feuillette der nächste Einkehrschwung für Kaffee und Süßes!

Neben einem unfassbar raffiniert gefüllten, wolkengleichen Vanille-Himbeer-Moussetörtchen begeistert mich eine späte Entdeckung in meinem Leben: eine Variation des Klassikers Paris-Brest. Seitdem – und aller Voraussicht nach bis zum Ende meiner Tage – werde ich in Frankreich überall Paris-Brest bestellen. Stay tuned.
29.05. Was will uns der Künstler mit diesem Foto sagen?

Es ist tatsächlich das einzige Foto, das ich im liebreizenden Fischerdörfchen Honfleur gemacht habe. Das könnte verschiedene Gründe haben:
a) Es war ein grau-regnerischer Tag im ansonsten liebreizenden Fischerdörfchen Honfleur.
b) Es lag an den Massen von Touristen, die sich im wirklich sehenswerten Fischerdörfchen Honfleur in fröhlich bunten Multifunktionsjacken durch wirklich jedes Panorama schoben.
c) Im pittoresken Fischerdörfchen Honfleur fand Herr Paulsen darüber hinaus im touristisch geprägten Gastroangebot nicht die Perle(n) und reiste hangry ab.
Auf der Rückfahrt nach Trouville dann ein echter Paulsen: Ich weiß eigentlich nie so ganz genau, wo ich bin, habe aber eine kulinarische Inselbegabung. Als wir den Abzweiger in einen Ort names Pont L’Évêque passieren, rufe ich „weltberühmter Käse!“ und reiße das Steuer herum.

Kurze Zeit später sitzen wir in der Kirche des heiligen Käses Le Pont L’Évêque, in einem charmanten Käseladen-Restaurant namens La Dégusterie. Dort kann man regionale Käse kaufen oder sie gleich vor Ort mit Calvados-Weinbegleitung verschnabulieren – die meisten davon affinierte Rodolphe Le Meunier, Meilleur Ouvrier de France und Weltmeister der Maîtres Affineurs. Großartig!

Zurück in Trouville-sur-mer machen wir einen letzten Spaziergang durch den Ort, der ein bisschen wirkt, als wäre er von Walt Disney entworfen worden: französisch, charmant, eine Erinnerung an gute alte Zeiten und an die langen Sommer der Strandbäderkultur.

Später besuchen wir noch die Brasserie Les Vapeurs von 1927, eine Institution. Freundlich-flinke Kellner und gute französische Bistroküche. Die Sauerampfersuppe mit Schnecken und Muscheln ist zum Weglöffeln gut und der saftig gebratene Steinbutt en darne mit Sc. Bernaise ein Gedicht.
30.-31.05. Omaha Beach, La Hague
Omaha Beach, Le Landemer Hotel und Restaurant
Es bleibt nicht aus: Wenn man die Normandie bereist, wird man immer wieder an deutsche Gräueltaten im Zweiten Weltkrieg erinnert. Das ist ebenso bedrückend wie beschämend, und richtig und wichtig.

Wir erreichen den historischen Omaha Beach, wenige Tage vor den Gedenkfeierlichkeiten zum 80sten Jahrestag des D-Day: Am 6. Juni 1944 gingen hier US-Truppen an Land, um die von den Deutschen besetzte Normandie zu befreien.

Der Abschnitt gilt als der verlustreichste der alliierten Landung – heute ein stiller Ort des Gedenkens mit einem weitläufigen Friedhof und Museen.
Unser nächstes Ziel ist La Hague mit dem wunderschönen Boutique-Strandhotel Le Landemer, das zugleich eine ausgezeichnete Adresse für sehr gute Küche ist.

Schon der Blick aus dem verglasten Restaurant Landemer auf den Ärmelkanal ist so spektakulär wie die Küstenlandschaft selbst.

Die moderne Küche des Hauses, damals geprägt vom Niederländer Hendrik Jansen van der Sligte und heute in den Händen des jungen Chefs Alex Yvon, ist ein Genuss: regional verortet, süffig und pointiert. Tolle Weine auch, beinahe alles biodynamisch und naturel; der Sommelier berät ebenso unkompliziert wie trefflich.

Der Menüauftakt: Linsen-Falafel und Camembert-Windbeutel, hausgebackenes Brot mit Entenschmalz sowie eine Art Zwiebelsuppe mit Pilz-Dashi, gefolgt von Makrelen-Tatar mit Artischockencreme. Grandios der Hummer in Bisque mit Skyr-Frischkäse. Ein weiteres Highlight: St.-Petersfisch mit Kartoffel-Krokette, schwarzem Knoblauch und perfekter Beurre blanc.
Zum Abschluss Tomme de Normandie – der Käse in vier Formen: als luftige Creme, in Würfeln und gerieben, dazu als Kräcker. Das Dessert mit Erdbeeren, Sauerampfer, Wacholder-Eis und Holunderschaum: ein duftiges Finale.

Reisetag mit Landschaftsbaden, wir machen eine Stop mit Spaziergang in Auderville am Cap de la Hague. Hier treffe ich, endlich und nach all den Jahren, die von den They Might Be Giants besungenen Kühe an der See:
I’m going down to Cowtown, the cow’s a friend to me,
lives beneath the ocean, that’s where I will be.
Beneath the waves, the waves, and that’s where I will be.
I’m gonna see the cow beneath the sea.
„Cowtown“ – They Might Be Giants vom Album Lincoln, 1988.
Mit kleinem Mittags-Hüngerchen auf der Höhe von Blainville-su-mer rangebremst – wir sind spät dran, bekommen in der lässigen Strandbar La Calle aber noch eine Bratwurst mit Zwiebelrahmsauce und fetten Fritten. Herrlich!

Meerblick mit Punkrock-Vibes, toller Laden, da müsste man mal Abends hin.
31.05.–04.06. Saint Malo, Le Mont-Saint-Michel, Cancale, Dinard
Otonali Hotel, Ibis Style, Masison Bordier, Le Bac o’sablons, Tandem Bistro, Patisserie Grain de Vanille, Breizh Café, Castel Bar Brac, Creperie Du Roy, Hotel St.Michel, Coiffeur L’Artisan
Angekommen in Saint Malo buchen wir uns zunächst für eine Nacht im Hotel Otonali ein. Das von mir vorab ausgesuchte japanische Restaurant entpuppt sich abends als Reinfall, ein erster Gang durchs Städtchen zeigt uns aber, es lohnt, hier länger zu bleiben.

Morgens werden wir früh von einem besonderen Spektakel aus dem Bett und ans Fenster gelockt: Auf der Straße trägt man mit viel Tamtam das olympische Feuer vorbei!
Zum Frühstück auf dem nahen Wochenmarkt meine erste Bratwurst-Galette, OMG.

Ein langer Spaziergang durch die Stadt sowie entlang und auf der Stadtmauer – Saint-Malo ist traumschön

Auch unser Umzug in die Innenstadt ins Ibis Styles hat sich gelohnt: superfreundlicher Service, top Zimmer(chen) mit Hafenblick und das Auto parkt offiziell und fußläufig an der Stadtmauer!
Ein lohnender Stopp in der City von Saint Malo ist das Maison du Beurre / Maison Bordier. Die weltberühmte französische Butter, die aromatischen Buttermischungen des Hauses, sind legendär.

Wir haben immer Kühltaschen im Auto, und der freundliche Service kann tatsächlich gefrorene Kühlelementen anbieten. Ich will es versuchen … Spoiler: Die Butter hat es bis nach Hamburg geschafft!

Nachmittags schlendern wir über den Hafen, vorbei an der legendären Gorch Fock, die hier gerade vor Anker liegt, „rüber“ ins Stadtviertel Saint-Servan und genießen in der lässig-jungen Strandbar Le Bac O’Sablons ein kühles Bier und den weiten Blick hinüber nach Saint-Malo. Würde ich hier leben, wäre das mein Ort und meine Lieblingsbar.
In Saint-Servan, ein Stückchen hoch und hinein ins Viertel, findet sich auch das Bistro Tandem. Hier sind Handwerk, Regionalität und gute Weine zu Hause.
Der freundliche Service führt durch die Weinauswahl moit vielen Naturals, die low intervention wines passen super zur einfachen aber guten Produktküche von Küchenchef Manon Garec.

Los geht es mit Hamachi-Ceviche mit französischen Haselnüssen. Zum Hauptgang saftiges Schweinefilet mit kurzer Jus, Gemüse und neuen Kartoffeln. Großartig der arme Ritter („pain perdu“) aus Brioche mit Zitrus-Cassis-Marmelade und Vanillecreme-Sahne. Ich freue mich über eine regionale Käseauswahl von Érick Hicks aus Trévérien.
02.06. Wenn man von den großen Parkplätzen in rund zwei Kilometern Entfernung über den weiten Damm durch das Wattenmeer zugeht (es fahren auch Busse), wird erst klar: Was man so oft auf Bildern gesehen hat, ist in Wirklichkeit von berührend imposanter Mächtigkeit.

Le Mont-Saint-Michel ist eine mittelalterliche Klosterinsel in der Normandie, die bei Flut vom Meer umschlossen und bei Ebbe über einen Damm erreichbar ist – einzigartig, wunderschön und zu Recht eines der bekanntesten Wahrzeichen Frankreichs.
Definitives must see, auch wenn es Drinnen bereits am frühen Morgen schon irre voll wird. Vor lauter Souvenirlädchen und Restaurants verpasst man womöglich die eine oder andere Kapelle. Nach oben hin wird es wieder luftiger – mit Aussicht, Raum zum Durchatmen und um demütig zu werden.

Mittags erreichen wird Cancale, für mich der persönliche Höhepunkt der Etappe und sofort einer meiner Top 5 Orte, zu denen ich immer wieder zurückkehren wollte. (Die anderen vier sind die Sengan en-Gärten in Kagoshima, Fremantle/Perth, das Alentejo und die vietnamesische Insel Phu Quoc.
Ich schweife ab, Cancale also, Liebe auf den ersten, zweiten und dritten Blick.

Hab ich so noch nicht erlebt: das große Austernessen in Cancale! Austernbänke, ein Austernmarkt mit vielen Büdchen und ein Weinwagen finden sich am Hafen von Cancale nur wenige Schritte voneinander entfernt. Die Austernauswahl (inklusive der regionalen „Huîtres plates“ aus der Bretagne) gibt es in gewünschter Stückzahl und Variation.

Mit dem Teller geht’s an den Strand – geleerte Schalen werden direkt auf den Strand geworfen. Und für die ausgedrückten Zitronen gibt es, kein Scherz, einen eigenen Einwurf-Container! Die Austern sind grandios, die Plates besonders nussig und fein (pur genießen!). Die Stimmung ist riesig – auch bei den Möwen im Schalenmeer.

Nicht verpassen: den Spaziergang hinauf ins Örtchen und dort zur Pâtisserie und zum Teesalon Grain de Vanille. Yannick und Fernanda Gauthier führen das Konditorei-Café seit 2021 für Olivier Roellings Maisons de Bricourt.

Traumhafte süße Stückchen, Torten und Tartelettes, Klassiker wie Mille-feuille und die Galettes cancalaises finden sich hier ebenso wie saisonale Spezialitäten. Mir bis dato unbekannt: der Ar Gwastell, (Foto Mitte) ein Kuchen, der bretonische Aromen mit saisonalen Früchten verbindet – bretonisches Sablé, Madeleine-Biskuit sowie Erdbeer- und Rhabarberkonfit, gekrönt von einer knusprigen Buchweizen-Nougatine.

Abends kehren wir, zurück in Saint-Malo, im Breizh Café ein – ein Filialist in Sachen Galettes, aber inhabergeführt. Das Restaurant hier ist zudem hübsch eingerichtet, das Team von freundlichem Charme, die Galettes perfekt und die Apfelwein- und Cidre-Auswahl riesig.
05.06. Dinard, Maastricht
Hotel St. Michel, Bar Castelbrac, die kleine ApéroBar am Hafen, Crêperie du Roy, Coiffeur L’Artisan
etzter Stopp vor der Heimreise: Dinard! Das Hotel Saint Michel ist eigentlich nett, unser Zimmer allerdings dunkel und zum Innenhof, von seltsamem Chi. Dafür gefällt Dinard mit dem wohl besten Wochenmarkt der Reise richtig toll – großartig und riesig.

Mit etwas mehr Kleingeld kann man sich auch ins Castelbrac einmieten – als walk-in Gäste waren wir dort aber an der guten Bar Aquarium des Hauses willkommen.
Montags hat ansonsten auch in Dinard beinahe alles zu, lernen wir auf die harte Tour. Aber dann.

Auf der Mole im Yachthafen steht ein türkisgrünes Mobil in der Abendsonne. Zu gezapftem Bier und Musik von The Blur machen sie dort (im Moment) genau zwei Sachen: Saucisse aus der Charcuterie und diese Kabeljau-Kroketten, die nahelegen, dass der Mann an der Fritteuse hinter dem Wagen auch gelernter Koch war oder ist. Fluffig mit zartknuspriger Kruste, würzig, mit leichter Pfefferschärfe, feine Salzkristalle obendrauf, null fettig. Die Dinge auch im vermeintlich Kleinen perfekt zu machen – das finde ich spitze.
Und dann waren wir doch noch Galette essen, in einem urigen Restaurant namens Crêperie du Roy, das darauf spezialisiert ist und auch montags geöffnet hat.
Anderntags, vor der Heimreise, bin ich noch schnell zum Friseursalon in der Nähe des Hotels. Ich gehe im Urlaub gern zum Friseur – näher kommt man den Leuten kaum. L’Artisan hatte damals gerade neu eröffnet, und Chefin Pauline Besnard schnitt mir eine super Frisur (oder heißt es hier Frisée?). Derweil vertieften wir mit Schulfranzösisch (ich) und Pantomime (sie) unser Wissen über die französische Küche, die wir beide lieben!

Das Hotel Fitz Roy ist großartig und eine absolute Empfehlung, schöne, charmante Zimmer, eigenes Restaurant und gute Bar. Wir wollen aber nochmal durch die Stadt und genießen in der Abendsonne vor dem De Zwaan allerlei Bitterballen mit Kirschbier (Ich liebe es und diskutiere das auch nicht!).
Anderntags nochmal Stadt-und Shoppingbummel und dann mit einer Portion Kibbeling auf dem Marktplatz von Maastricht, gestärkt auf die Piste nach Hamburch!
Next stop …stay tuned!
Europe Roundtrip: Weiterlesen und mitreisen!
Hier geht es zur ersten Etappe unserer Reise:
Europe Round Trip (1): Nordsee · Niederlande · Belgien · Normandie


