Header-Foto: Daniela Haug
Eine der eher seltenen Online-Kritiken zur NutriCulinary-Kochbuchbestenliste, die ich seit nunmehr 16 Jahren jedes Jahr zur Frankfurter Buchmesse veröffentliche, lautete: „Das sind ja doch eher alles spezielle Kochbücher.“ Ganz genau! Rund ums Jahr halte ich Ausschau nach diesen Büchern, die besonders wertig und /oder kreativ aufgemacht sind, Kochbücher die auch Geschichten erzählen, Wissen vermitteln und im allerbesten Fall dem Kochbuchkanon etwas hinzufügen, neue Perspektiven aufzeigen oder den Deep-Dive in ein Thema bieten.
Es sind jene Bücher, von denen ich glaube, dass sie lange Zeit im Kochbuchregal meines Arbeitszimmers stehen werden. Dort sind ausschließlich Klassiker und perspektivisch neue Klassiker versammelt, die ich oft und gerne zur Hand nehme. Der große „Rest“ steht meterlang im Flur und wird beständig auf Alterserscheinungen geprüft, das Platzproblem, ihr kennt es.
Ist gesund das neue Lecker?
Traditionell beginnt die NutriCulinary-Bestenliste mit einem kurzen Blick auf die Verkaufsstimmung in der Branche. Die ist derzeit eher mager, auch thematisch. Fasten, Scheinfasten, Bauchfett bekämpfen: das Kochbuch als Rezept vom Doktor. Ich gönne es allen, denen es hilft. Mit dem Glücksversprechen, über das ich hier im vergangenen Jahr schrieb, hat das allerdings nur am Rande zu tun. Umso schöner, dass sich in der folgenden Liste gleich zwei Bücher anschicken, ein gelungenes Loblied auf Butter und Fett anzustimmen.
Krisen, Wirtschaftslage und Energiepreise bremsen dazu die Kauflust. Oder wie es ein Freund von mir neulich launig zusammenfasste: „Wird das Benzin teuer, legen sich die Deutschen erstmal flach auf den Boden und kaufen gar nix mehr.“
Was trotzdem gekauft wird, zeigt die Bestsellerliste. Von den 25 meistverkauften Titeln der Warengruppe Essen & Trinken zwischen Januar und Mitte August widmen sich 14 der gesunden Ernährung, angeführt von einem Buch zum Scheinfasten. Dazu kommen drei Airfryer-Bücher. Genusstitel u.a. von Fernsehköchen wie Ali Güngörmüs, Jamie Oliver oder Dauerbrenner Ottolenghi teilen sich die übrigen Plätze.
Die gute Nachricht: Wertigkeit verkauft
Interessant ist, was parallel aus dem Buchhandel zu hören ist. In einer Börsenblatt-Umfrage berichten Buchhändler*innen, dass schöne, aufwendig gestaltete Kochbücher mit einer besonderen Geschichte weiterhin gefragt sind. Hier also der Gesundheitsratgeber, dort das wertige Buch, das man behalten will. Dazwischen wird es wohl langfristig enger – gerade dann, wenn Menschen öfter als früher darüber nachdenken, wofür sie ihr Geld ausgeben wollen.
Für alle, die Kochbücher mit Sorgfalt machen, ist das eher Ansporn als Grund zur Sorge, finde ich.
Die NutriCulinary Kochbuch-Bestenliste 2026
Die Reihenfolge der gelisteten Bücher stellt wie immer kein Ranking dar – bis auf das Kochbuch des Jahre natürlich, und das Barbuch des Jahres, die stehen für sich!
Fett schmeckt von Maria Grossmann und Lukas Grossmann
„Dieses im doppelten Wortsinn vollmundige Bekenntnis zum Fett füllt eine Lücke in jeder Kochbuchbibliothek. Dass Fett mehr ist als ein Aromenträger, merkt man schon beim mundwässernden Lesen und Stöbern in dieser üppigen Weltreise, in der es endlich (wieder) die gebotene kulinarische Würdigung erfährt. Ein so traumschön wie geradlinig gestaltetes Plädoyer für eine neue, runde und reiche Küche, in alter Tradition und abseits des Zeitgeists.“Das schreibt da ein gewisser Stevan Paul auf dem Back-Cover des Buches von Koch, Foodstylist und Rezeptautor Lukas Grossmann, der dieses Buch als freie Arbeit mit seiner Tante Maria Grossmann gemeinschaftlich gestaltete. Maria Grossmann ist Fotografin und Propstylistin mit dem Händchen für das Besondere, den eigenen Blick.
Der Look dieses Buches ist ganz eigen, hat etwas Raues, Authentisches, Unmittelbares. Das passt gut zu den herzhaften Rezepten ihres Neffen Lukas Grossmann, der die unterschiedlichsten Fette (Butter, Öl, Speck, Schmalz, fette Fische, Nüsse) mit kulinarischer Intelligenz einsetzt, nicht als Effekt. Etwa beim über Pilzpolenta geschmorten Lardo, bei den Chicken Sliders mit Buffalo Hot Sauce, der Laksa-Nudelsuppe oder einem Heumilchparfait. Vieles wirkt auf den ersten Blick bekannt, ist dann aber neu gedacht, wie die niederländischen Bitterballen, hier von konfierten Gänsekeulen, ein Caesar Salad mit Pistazien-Dressing oder süße Doughnuts aus Sauerteig. Ansonsten was Herr Paul sagt.
Erschienen im AT Verlag
Sommer von Saint John (Sarah Hassert und Jule Kiefer)
Kochbuchschaffende fabulieren ja gerne mal vom Glück der Einfachheit. Im Saint John Studio in Hamburg leben sie das als kulinarisches Prinzip, kombiniert mit einer unbändigen Freude am Gastgeben, der Begegnung mit spannenden Menschen am großen Holztisch des Studio und auf der lauschigen Hof-Terrasse. Ich weiß das, ich war mehrfach zu Besuch und es gibt dann da genau das, was sich auch in den Büchern findet. Einfach Lecker. Rigatoni mit gebratenen Zitronen, Pappa al Pomodoro, Tafelspitz mit Meerrettichsahne. Rotkohlsalat mit Butterbrot. Ziegenmilcheis mit Basilikumzucker. Ihr ahnt es, der Geschmack sitzt im Detail.
Sarah und Jule, Foto: Christian Verlag, Saint John
In diesem Sinne: Sind Erdbeeren mit Zitrone und Pfeffer eigentlich ein Rezept? Aber ja, und zwar die Wucht. In diesem Buch geht es außerdem um das Feiern im Sommer und um Feiertage, um Buffets (wie plant man sowas?), Lieblingsfeste und Lieblingsgäste. Autorin Sarah Hassert schreibt dazu lesenswerte Texte, die das Kochbuch deutlich auch als Lesebuch empfehlen. Die stimmungsvoll reduzierte Foodfotografie kommt von Jule Kiefer. Ihr gemeinsames Kochbuch „Winter“ habe ich im vergangenen Sommer exklusiv den Leser*innen meines Newsletters empfohlen, es ist nur gerecht, euch den Folgeband „Sommer“ jetzt in großer Runde und im Herbst vorzustellen. Hat man was zum Vorfreuen!
Erschienen im Christian Verlag (Verlagshaus 24)
Pilze, Pilze, Pilze von Moritz Schmid
Eine Weile lang wollte ich ja selbst ein Kochbuch über Pilze schreiben. Jetzt bin ich froh, dass Moritz Schmid (Into the woods) den Job gemacht hat, dessen Wissenstiefe beeindruckend ist! Der Pilzsachverständige und Pilzcoach der Deutschen Gesellschaft für Mykologie hat viele Talente: Er ist Autor, Fotograf und Waldbademeister! Und er kann auch gut kochen, in über 80 Rezepten zeigt er uns saisonale Pilzküche im Jahreslauf, inspiriert aus aller Welt. Im Wissensteil lässt er uns nicht alleine, mahnt aber im Wildpilzbereich Eigenverantwortung an.
Foto DK / Moritz Schmid
Da passt es trefflich, dass sich ein nicht eben geringer Teil der Rezepte auch mit Zuchtpilzen vom Wochenmarkt oder aus dem Supermarkt zubereiten lässt. Klassiker (Pilzpfanne mit Rahm, Pilzrahmsuppe), Streetfood (Egg-Drop-Sandwich mit Parasol, Tacos mit Kräuterseitlingen) und durchaus anspruchsvolle Fine-Dining-Ideen (Gefüllte Morcheln mit Sauce hollandaise und Bärlauchöl, Süße Krause Glucke mit Maroneneis und Nüssen) wechseln sich ab. Das Buch zum schönsten Umami-Protein der Natur macht schlauer, und man wächst mit den Aufgaben und der eigenen Neugier!
Erschienen bei DK
OmaLiebe von Boris Rogosch und dem OmaLiebe Lunchclub
Bei der Buchpremiere von OmaLiebe war es schwerlich möglich, sich der herzlichen Energie der Omas zu entziehen, dem Humor und der Lebensweisheit der anwesenden Damen vom OmaLiebe. Jetzt ist das Kochbuch zum Projekt erschienen, das in Kochkursen und mit einem Kochclub die Menschen generationsübergreifend zusammenbringt. Der Verein unterstützt dabei auch benachteiligte Senior*innen mit kostenlosen und vergünstigten Mahlzeiten und fördert soziale Integration. Das Kochbuch versammelt 50 selige „Oma-Klassiker“, aufgeschrieben von Foodtalker Boris Rogosch, der im Buch auch alle „Omas“ in lesenswerten Kurzportraits vorstellt. Da finden sich bemerkenswerte und beeindruckende Lebensläufe, ansteckende Lebensfreude wird vermittelt!
Die Kostproben bei der Premiere haben mich begeistert: Herrliche Fischfrikadellen mit göttlicher Remouladensauce (mit griechischem Joghurt UND Schmand!), zarte Königsberger Klopse, norddeutsches Schnüsch (Gartengemüse mit viel Dill in Rahm gekocht), hinreißende Salate (Tomate, Gurke, Rote Bete) und Schokoladenpudding mit Kirschkompott. Ich hatte das Glück, gleich zwei kochende Großmütter zu haben (eine in Flensburg, eine in Fulda), die mich initial mit ihrer Kochbegeisterung angesteckt haben. Später heiratete ich noch eine norddeutsche Großmutter mit, die mich in die Geheimnisse der schleswig-holsteinischen Küche einweihte. Dieses wundervoll warmherzige Kochbuch ist auch für all jene, die dieses Glück vielleicht nicht hatten oder ihre Großmütter nicht mehr nach den Rezepten fragen können – hier sind die besten OmaLiebe-Rezepte versammelt!
Erschienen im Hölker Verlag
Kochbuch des Jahren: Gemüse Deluxe von Diana Scholl
Ich liebe schon den Untertitel: „70 Rezepte, die das Beste aus ganz normalen Pflanzen holen“. Das beschreibt sehr gut, wie Diana Scholl Gemüseküche andenkt und angeht: „Mich interessiert, was das ultimative Rezept für eine Zutat sein könnte“, schreibt sie im Vorwort, und: „Ich kann mich komplett darin verlieren, herauszufinden, wie sich Zutaten verändern.“ Diana Scholl nerdet sich rein ins Thema und das unterscheidet dieses Buch auch von anderen tollen Gemüsekochbüchern – es geht um das Wesentliche, um die Essenz von jedem einzelnen Gemüse, dann erst folgt die Komposition.
Foto: Andrew Bogard
Das Buch ist voll mit vermeintlich einfachen Rezepten, die im Detail erarbeitet wurden (Diana Scholl spricht tatsächlich auch von Arbeit, love it!) und genau darum Vielfalt und Tiefe aufweisen. Aufgeteilt in Kapitel wie „Roh“, „Zart“, „Karamellisiert“, „Kross“, „Mit Teig“ … liefert das Buch überall Tipps und Kniffe, beispielhaft sei der Freeze-and-Thaw-Zyklus genannt, bei dem durch Frieren und Auftauen Zellstrukturen aufgebrochen und Konsistenzen verändert werden. Keine Sorge: Das Buch ist gleichzeitig super alltagstauglich! Alle Rezepte sind vegan, entsprechend wird mit pflanzlicher „Butter“ und Sojaprodukten gearbeitet, das sollte aber mittlerweile dann jede*r auch für sich entscheiden und ggf. abändern können. Mein Kochbuch des Jahres, weil es auf vielen Ebenen die Gemüseküche nochmal konzentriert voranbringt.
Erschienen bei Dumont
Voll Vogel von Phillip Vogel
Philipp Vogel ist Gastgeber, Patron und Küchenchef in einem der schönsten Hotels in Berlin, dem Orania, das er gemeinsam mit seiner Frau Jennifer betreibt. Für mich ein Lieblingsort in der Hauptstadt: die Bar und das Restaurant im Foyer, mit Jazzmusik live und der mindestens weltberühmten X-Berg Duck. Philipp Vogel ist darüber hinaus einer der charmantesten und witzigsten (TV-) Köche, die im Bizness rumrennen, ein Mensch, der Menschen mag. Er macht die einzige Kochshow auf Instagram, von der ich noch keine Folge verpasst habe, weil: gute Ideen, in Ruhe erzählt und echt gekocht.
Foto: Gräfe und Unzer Verlag / Joss Andres
Sonst weiß ich eigentlich nichts über Philipp Vogel. Gut, dass am 7. November sein erstes Kochbuch erscheint, und der Verlag hat mich schon mal vorab reinschauen lassen, in „Voll Vogel – Von damals bis Ente“: eine kunterbunte und spannende Koch-Biografie in Rezepten, Bildern und Erinnerungen. Die kulinarische Reise führt von Köln über London (das große Scheitern!) nach Shanghai, Wien und Berlin. Der Rezeptteil zum (offensichtlich ehrlichen und ungeschönten) Lebenslauf macht Spaß, mit Gerichten von Klassik bis machbar und ungewöhnlich, immer kreativ und hier knallig inszeniert. Das will man alles sofort nachkochen!
Erschienen bei GU (Teubner Studio)
Style your dish von Anke Noack & Anna Pribyl
Dieses Buch bestellte ich zunächst aus kollegialem Interesse, habe ich doch mal selbst als Foodstylist gearbeitet, ich war jung und brauchte das Geld. Hier geht es allerdings um was ganz anderes: um euch zu Hause, eure Küche, eure Anrichte-Skillz für eure Gäste! Das Buch der Autodidaktinnen Anke Noack und Anna Pribyl, die heute beide in der und für die Foodbranche arbeiten, ist da echt hilfreich, denn es geht ja um mehr als Imponiererei: Mit Sorgfalt, ein paar Extra-Handgriffen und dem Wissen, das dieses Buch vermittelt, wird ein gutes Essen auch optisch gewürdigt!
Foto: ZS Verlag/Presse
Kontraste, Komposition und Deko, dazu der passende Teller, das sind die vier Säulen, auf denen dieses Buch aufbaut. Anschaulich werden Rezepte, Tipps, Tricks und Küchenwissen auch in vielen, vielen Step-Fotos und Fototafeln vermittelt – und das für jeden Anspruch! Natürlich auch für Drinks, Desserts und Gebäck – und mit all diesen genialen Techniken, die wir alle mal auf Instagram gesehen und gespeichert haben und jetzt nicht mehr finden. Ein Band voll Inspirationen.
Erschienen im ZS Verlag
À la Lucie von Lucie Fischer Chapalain
Die Autorin, die deutsch-französische Köchin Lucie Fischer-Chapalain lernte ich 2022 als Juror bei einem Kochwettbewerb für Pecorino Romano DOP kennen, den sie damals souverän für sich und ihr Team entschied. Während des Wettbewerbes zeigte sie sich dabei geradeaus, direkt, kreativ und fokussiert. Kein Wunder also, dass sie später Gastgeberin der ARTE-Dokureihe „Zu Tisch mit Lucie – Kitchen Hacks“ wurde. Jetzt ist ihr erstes Kochbuch erschienen und es ist dankenswerterweise mal kein Fernsehkoch-Kochbuch geworden, sondern ganz Lucie Fischer-Chapalain: Bretagne trifft Berlin in 65 Gerichten, Geschmack und Aromen stehen im Vordergrund, der Rest ist Kreativität und Freude am Kochen.
Foto: Christian Verlag/ Florian Bolk
Etwa bei den knusprigen Rouille-Bällchen („ich brauchte einen Vorwand, um Rouille zu machen“), den Schleierdumplings in Zitronen-Butter-Sauce, es gibt Rosenkohl-Ananas-Salat mit gepopptem Quinoa oder Möhren-Gnocchetti in Möhrensaft glasiert. Dazu gute bis großartige Ideen wie Lucies Gewürzpulver aus u.a. Steinpilzen und Tonkabohnen, blanchierte Austern mit Pflaume und Buttermilch, die „Hotter than Sriracha“-Sauce oder Rooibos-Marshmallows. Überall im Buch finden sich dazu kurze Texte, in denen Lucie Fischer-Chapalain auch durchaus kritisch die Arbeit als Köchin betrachtet, von der französischen Heimat erzählt, etwas zu den Rezepten erklärt. Die nahbaren und authentischen Fotos dazu stammen von Florian Bolk. Das ist im Gesamtpaket so verspielt wie durchdacht, experimentell und erfrischend, gerade auch in einer Kochbuchlandschaft, die gerne mal das Immergleiche feiert und empfiehlt.
Erschienen im Christian Verlag (Verlagshaus 24)
Barbuch des Jahres: Tequila von Betty Kupsa
Unweit der Hamburger Reeperbahn, in der Taubenstraße, liegt The Chug Club. Seit 2015 dreht sich hier alles um Agavenspirituosen: Gastgeberin Betty Kupsa zählt zu den prägenden Persönlichkeiten der deutschen Barszene, ihr Wissen über Tequila und Mezcal ist immens. Ihr Markenzeichen sind die Chugs, Mini-Cocktails zwischen Shot und Shortdrink, mit denen man sich neugierig durch verschiedene Stile und Aromen probiert. Trotz des Namens (to chug heißt kippen) geht es hier ums Entdecken, nicht ums Runterstürzen.
Foto ZS Verlag/Anna Wegelin
Genau diesen Ansatz trägt ihr erstes Buch weiter. „Tequila – Die Seele Mexikos“ erzählt in Wort und Bild wertschätzend von Tequila und Mezcal als mexikanischem Kulturgut. Mit der Autorin reisen wir nach Mexiko, erfahren von den Mythen rund um die Agavengöttin Mayahuel, von den Regeln, die festlegen, was Tequila sein darf. Dazu gibt es Rezepte, die auch zu Hause funktionieren. Mexikanische Klassiker wie Paloma und Vampiro, Ikonen wie Margarita und Tequila Sunrise und Chug-Club-Signatures wie die Buttermilk Margarita oder der Mexican Apple. Grandios knallig, modern und farbenfroh, dabei doch klar und minimalistisch in Szene gesetzt von Fotografin Anna Wegelin. Betty hat zudem zehn geschätzte Bartender*innen aus Deutschland eingeladen, ihre Tequila-Kreationen beizusteuern. Barsnacks und ein hilfreiches Bar-ABC gibt es obendrauf. Ein Buch, das klüger macht und Durst.
Erschienen im ZS Verlag
Butter von Marion Swoboda und Maria Grossmann
Die Binse, dass mit Butter alles besser schmeckt, verwandelte Marion Swoboda in eine so vielschichtige wie gehaltvolle Beweisführung, die von der Herstellung eigener Butter über Butterkunst (Butterkerzen!) und Backanleitungen mit Step-Fotos in den umfangreichen Rezeptteil führt. Der ist der eigentliche Schatz des Buches, denn zwischen Klassikern wie Miso-Spaghetti, indischem Butter Chicken und Kartoffel-Pavé finden sich auch neue Rezeptideen wie Milchreis mit Gebrannte-Mandeln-Butter und Champignon-Risotto mit Szechuan-Butter und Überraschendes wie vietnamesisches Bánh Pâté Sô und Zitronen-Semifreddo mit Lemon Curd.
Die Rezepte der Weltenbummlerin mit Heimat Südafrika führen in viele Küchen der Welt, sie sind leseleicht formuliert und dürften gelingen: Marion Swoboda war über Jahrzehnte Rezeptautorin der BRIGITTE. Die zarte Fotografie und das lichte Propstyling verdankt das Buch Maria Grossmann, die Eingangs auch für das Buch zum Thema Fett zuständig war!
Erschienen bei TeubnerStudio
Noch mehr gute und besondere Kochbücher im Rückblick
Zum stöbern, schwelgen, erinnern und staunen, Links zu den NutriCulinary-Kochbuchbestenlisten der vergangenen Jahre:












