Aus dem Meer auf den Teller: die Makrelenfischer von Buhne 16

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Erst sind es nur neonrote Punkte, die weit draußen auf den Wellen tanzen, gegen Mittag nähern sich die Punkte: ein Boot, drei Fischer in Arbeitkleidung. Der Sand stoppt abrupt die Gleitfahrt, die Männer springen ab und ziehen das Boot über eine flexible Boje an Land. Die Gäste des Strandabschnitts von Buhne 16 kommen zusammen, schnell bildet sich eine Menschentraube ums kleine Boot, jeder will sehen, ob die Sylter Fischer heute Glück hatten.

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Mit drei Angeln ziehen die drei Männer jeden Tag ihren Silberschatz ins Boot, in zwei Stunden haben sie heute knapp 50 Nordseemakrelen gefangen und direkt auf dem Meer ausgenommen. Jetzt schwimmen die glänzenden steifen Fische in Meerwasser und Blut, insbesondere die Kinder sehen fasziniert zu, wie der Fischer frisches Meerwasser nachgießt, die Fischleiber wäscht und in grüne Kisten verpackt.

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Auch das Boot wird mit Meerwasser ausgespült, mit vereinten Kräften aufrecht gestellt und ausgeleert.

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Keine 40 Minuten später werden die Nordseemakrelen, noch steifleibig, in Öl gebraten. Der Fischer hat sich umgezogen, auf seinem T-Shirt steht: Lever Daud üs Slaav.

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Die knusprigen Fische schmecken großartig, frisch, mild, kein bißchen vom üblichen Makrelen-Tran, blütenweiß löst sich das Fleisch von den Gräten, die Haut ist kross und würzig. Viele Gäste bestellen trotzdem Currywurst mit Pommes.

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Der beigelegte Kartoffelsalat aus dem Supermarkt, war doch eher eine schwere Prüfung. Wahrscheinlich sollte irgendein Gleichgewicht in der Welt nicht durcheinander gebracht werden und der Salat war das ausgleichende Moment zum Gottesbeweis Nordseemakrele. Man kann nur dankbar sein.

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