Ich bin ja nicht so der Gadget-Koch, doch als mir die Schweizer Entwickler des Wired-Cooking-Topfs, zwei promovierte ETH-Ingenieure, anboten, ihr Gerät zu testen, war ich sofort auf Betriebstemperatur – und um die geht’s: Der minimalistisch formschöne Topf hält Temperaturen, gradgenau und von wenigen Sekunden über Stunden. Von Umgebungstemperatur bis 200 Grad. Digital programmier- und steuerbar.
Die beste Brühe, die mit wenig Material und Aufwand selbst in der kleinsten Küche vollmundig gelingt
Mir war sofort klar, was das bedeutet: Niedrigtemperaturgaren, Sous-vide-Garen mit und vor allem ohne Plastik-Vakuumierbeutel. Ich würde unkompliziert Onsen-Eier zubereiten können und auf den Punkt schmoren! Brühen und Fonds über Stunden kontrolliert simmern und ziehen lassen! Mein erster Versuch mit Hähnchencarcassen (94 Grad, 8 Stunden), begeisterte mit neuer Geschmackstiefe.
Doch erst bei der ausführlichen Beschäftigung mit dem Topf und den Rezeptideen der Entwickler dämmerten mir die Möglichkeiten im Praxistest: Das Gerät ist auch ein formidabler Reiskocher, Milchreis und mein japanischer Sushireis gelangen in Perfektion, Risotto muss man eigentlich nur noch rühren, wenn man unbedingt will.
Eisgrundmassen und Sauce hollandaise temperiert ohne Wasserbad aufschlagen! Das Gerät empfiehlt sich zudem als gradgenauer Warmhalter zum Aromatisieren von Ölen! Einwecken und Gläser sterilisieren. Schokoladen und Kuvertüren in Perfektion schmelzen und temperieren. Endlich temperaturverbindlich frittieren! Bäm!
Gar- und Kochvorgänge kombinieren und speichern
Das Beste: ihr könnt Gar- und Kochvorgänge kombinieren! Alle Einstellungen und Abläufe können dann direkt ins eigene Kochbuch der App gespeichert werden, wahlweise auch der Community zugänglich gemacht werden!
Knapp 600 Euro kostet der Topf, der sich über eine App steuern und programmieren lässt. Das ist erstmal eine Ansage, das Gerät liefert aber Funktionen für zwölf Küchengeräte, ideal für eine winzige Küche wie meine. Er ist auch der perfekte Tischkocher fürs nächste Fondue: ohne qualmendes oder zu heißes Fett, ohne dass das Käsefondue unten ansetzt. Ich habe mit dem Wired-Cooking-Topf auch Joghurt selbst gemacht (42 Grad 6 Stunden), was für ein Duft und Geschmack! und bin motiviert: Ich will schon lange selber Käse machen, und jetzt lege ich damit los – ich halte Euch auf dem Laufenden!
Der Unterschied zum doppelt so teuren Thermomix?
Der erleichtert strukturell Kochvorgängen mit deutlich eingeschränkterer Temperaturskala, der Wired Cooking ist dagegen ein innovatives digitales Kochwerkzeug für alle, die gerne kreativ kochen und beim Garen neue Wege (sicher) gehen wollen.
Hier könnt Ihr Euch den Topf ansehen, Rezepte und Videos entdecken und den Topf bestellen:
Wired Cooking – Gradgenau Kochen (Website)
Der Versand nach Deutschland funktionierte unkompliziert.






